Prokrastination ahoi! #1

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Aufschieben, Ablenken, Morgen machen! Prokrastination scheint unerlässlicher Bestandteil eines jeden Arbeitsprozesses zu sein. Nur wer aufschiebt kann sich am Ende darüber freuen, wenn doch alles rechtzeitig fertig wird und die Pflichten erfüllt sind. Wenn schon prokrastionieren, dann auch richtig: Hier sind 5 Links mit denen du deine Zeit sinnvoll verschwendest!

http://learn.genetics.utah.edu/content/addiction/mouse/

Die Universität Utah versucht hier in Form virtueller Tierversuche zu erklären, was Drogen mit dem (Mäuse) Gehirn anstellen. Für mich ist auch diese Seite nur eine von vielen: Bunte Animationen, holpriges Fachenglisch und dann wären da noch die armen Mäuse! Mir behagt es nicht, dass ich mit der virtuellen Hand eines Wissenschaftlers eine Maus, die unter Drogeneinfluss steht, auf einen Versuchsstuhl plumpsen lassen muss, um erklärt zu bekommen, was Ecstasy, Kokain oder Marihuana mit ihrem Gehirn anstellen. Ich habe beinahe ein schlechtes Gewissen, dass mich dieses, eigentlich sinnvolles, Aufklärungstool nicht begeistert. Zu wissenschaftlich für eine vernünftig verschwendete Stunde!

 

https://archive.org/details/internetarcade

Hilfe! Ich hatte ein simples Retro Browsergame erwartet, das mich für Stunden verschlingt und wie verrückt in meinen Tasten hämmern lässt. Aber die Sammlung alter Computerspiele überfordert mich. Wahllos auf irgendein Spiel geklickt, erschrocken den Sound runtergedreht und dann hilflos auf den Tasten rumgehauen. Ich fühle mich verloren zwischen „Blaster“, „Marble Madness“, „Crazy Kong“ und Co. Für nostalgische Computerzocker aber sicherlich ein Paradies. Man kann anscheinend auch irgendwie gegeneinander spielen.

 

nightwalk.withgoogle.com

Vom Schreibtisch ins Nachtleben von Marseille. Wer sich in seiner Freizeit gerne in Google Maps verliert, findet hier die absolute Insiderversion des digitalen Städtetrips. Eine charmante Stimme begleitet einen auf einer etwas ruckeligen aber eindrucksvollen Tour durch das nächtliche Marseille und erklärt Streetart, stellt Menschen und ihre Geschichten vor oder nimmt einen mit auf den Bolzplatz. Die Soundkulisse aus vorbeirauschenden Mofas, lachenden Passanten und dumpfer Musik macht die Tour nahezu lebendig. Noch ein Bier zur Hand und das Fenster auf, dann fühlt es sich fast so an, als würde man wirklich durch die fremde, nächtliche Stadt schlendern… weit weg von Hausarbeiten.

 

https://www.futureme.org/letters/recently_delivered?offset=0

Herzerweichend! Auf den ersten Blick eine öde Ansammlung merkwürdiger Monologe doch bei genauerem Hinsehen erkennt auch der lesefaule Prokrastinator: Hier kann man sich erbarmungslos durch die Ängste und Träume Anderer wühlen! Auf Futureme.org kann Jeder, der Lust hat, einen Brief an das eigene Zukunfts-Ich verfassen und sich diesen, zu einem frei gewählten Zeitpunkt per E-Mail schicken lassen und ihn anonym auf der Seite veröffentlichen. So einfach konnte man sich noch nie von vergangenen Sorgen und Wünschen in den Arsch treten lassen! So findet man sich plötzlich in die Tasten hauend, das eigene Leben hinterfragend, die Zukunft planend – um irgendwann eine Mail aus der Vergangenheit im Posteingang zu finden: „Dear FutureMe…“ Oh Gott!!!

 

https://www.mixcloud.com/drixxxe/sextape/

Puh – und ich dachte schon, ich hätte alle Musik Genres dieser Welt durchgehört. Die funky Tunes dieser Playlist, die anfänglich so unschuldig klingen, sind tatsächlich Soundtracks von Erotik- und Pornofilmen. Irritierend, inspirierend und auf jeden Fall hörenswert. Wenn die Playlist nicht zur Beschallung des eigenen Schlafzimmers genutzt wird, sollte man aber auf jeden Fall darauf achten, dass die Kopfhörer angeschlossen sind. Der Sitznachbar könnte sonst irritiert sein.

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